Regeln..Regeln…die  goldene Regel

 

Nichts ist verboten, nichts ist geregelt - alles ist erlaubt.  Endlich Freiheit ohne Limit, Leben ohne Zwänge, der Alltag in den buntesten Farben gestalten können, so wie ich es will! Das wäre doch super

 

Corona hat uns was anderes gelehrt. Zu Hause bleiben, keine Besuche der Lieben, Leid und Tod von vielen Menschen. Darum: Auflagen bei Versammlungen, Home office wurde möglich, Lieferservice ausgebaut und die Haare mussten auch länger wachsen, alles um ein Fortschreiten der Pandemie zu verhindern. Zwar kommen mehr und mehr  Lockerungen, doch es ist nicht mehr, wie zuvor.

 

Regeln sind in der „Regel“ notwendig nicht nur zu Corona Zeiten. Sie ermöglichen ein geregeltes Zusammenleben. Und weil unsere Gesellschaft schon länger existiert, ihre Erfahrungen gesammelt hat, füllen unsere Regeln Bücher, die sagen, was erlaubt oder verboten ist, welche Strafen bei Missachtung drohen. Und dann gibt es noch die vielen ungeschriebenen Regeln, die Erwartungen, was Du zu tun und zu lassen hast. (Du bist doch..) Regeln in Form von Geboten, Verboten, Paragraphen, Artikeln, Reden und Richten über andere Menschen. Wie soll da noch eine frohe Gemeinschaft möglich sein, wenn es nur noch darum geht „Regeln“ zu erfüllen?

 

So kann es doch nicht weiter gehen!? Ein neuer Weg: Mit Jesus hat Gott Himmel und Erde verbunden. Darum sind seine Worte so prägnant,  einprägsam, und wegweisend, wie die goldene Regel, für das segensreiche Zusammenleben von uns Menschen.

 

In der Bergpredigt sagte Jesus: Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten. (Mt 7,12)

 

Jesus formuliert eine Lebensaufgabe.

  1. Es reicht noch nicht unsere Mitmenschen in Ruhe zu lassen, nein, unsere Aufgabe ist die tätige Nächstenliebe zu üben. Wir sollen nicht nur das Böse lassen, sondern das Gute tun. Eben, für eine gute Gemeinschaft, für die Freude am Leben.
  2. Wer die Regel anwendet, setzt voraus, für die eigene Person das Gute zu wollen. Das ist schwer zu füllen. Manche Menschen sind frustriert und wollen nur zerstören. Oft sind meine Vorstellungen und Wünsche kein geeigneter Maßstab für das Gute, dass meinem Mitmenschen gelten soll.
  3. Wenn einer etwas für seine Nächsten unternimmt, damit ihm wieder Gutes getan wird, ist das nicht christliche Nächstenliebe, sondern Lebensklugheit und auch Berechnung.

Wer wirklich Gutes tun will, hat seine eigenen Vor-und Nachteile nicht im Sinn. Jesus will nicht verpflichten Gutes oder Böses mit gleicher Münze  heimzuzahlen. Vielmehr ermutigt er uns, dem anderen das zu tun, was wir wollten, dass man uns täte, und das unabhängig davon, ob es wirklich geschieht. Der Dichter Eugen Roth sagte einmal: “Ein Mensch ist manchmal  wie verwandelt, sobald man menschlich ihn behandelt.“ Also nicht nur erwarten, dass etwas geschieht, nicht nur fordern, was ich selber nicht einhalten kann. Jesus ermutigt uns zu helfen, auch wenn uns keiner hilft. Wir sollen die Wahrheit  sagen und dafür einstehen, auch wenn wir belogen werden. Und wir sollen auch versuchen mit denen auszukommen, die uns Steine in den Weg legen. Das Leben auf der Erde ist viel zu kurz, um es sich und anderen schwer zu machen. Also mach es leichter, du kannst…Jeus traut es uns zu.

 

Darum sagt Jesus, was wichtig ist und völlig ausreicht (Gesetz und Propheten) für ein segensreiches und damit gelingendes Leben. Er ist gekommen, damit   diese Welt heller, freundlich er und friedlicher wird und zeigt es in Wort und Tat.

Geht unsere Welt denn nicht in eine andere Richtung? Immer höher, schneller, besser  weiter, koste es, was es wolle. Das Lebensrad dreht sich immer schneller, und „so manches“ bleibt auf der Strecke.

 

Darum Jesu ermutigende Bitte, mit der er immer wieder in meinem Leben „anklopft“: Überdenke deinen Lebensweg! Mach dich auf, auch wenn du  diese Bitte mit deinen Kräften oft nicht füllen kannst, wenn du Fehler machst und oft nicht weiter weist.

Es lohnt sich trotz allem seinem Wort zu folgen, denn was er uns sagt, ist lebenserfüllend, wirkt ein gutes Miteinander, getragen in Gottes guten Händen.

Seit der Taufe steht Gottes JA zu mir umgibt mich und uns alle seine Liebe, trotz unserer „Ecken und Kanten“. Hören wir auf die frohe Botschaft, leben wir mit Jesus, dann bringt sein Licht  Helligkeit in  mein Leben. Was das bedeutet? Einfach aufmachen und erfahren.

 

Ihnen wünsche ich einen segensreichen Weg mit

vielen liebevollen Glaubenserfahrungen

und gute Kräfte um Probleme im achtsamen Miteinander lösen zu können.